Carrosseriebranche: neues Label für ausbildende Betriebe

In den handwerklich-technischen Berufen nimmt der Fachkräftemangel sowie der Wettbewerb um schulisch gute Lernende weiter zu. Der Schweizerische Carrosserieverband (VSCI) setzt auf die Qualität der Ausbildung und führt ein neues Label "Top-Ausbildungsbetriebe" ein. Das dreistufige Ausbildungs- system ist allen 1200 Carrosseriebetrieben zugänglich. Im Zentrum des Labels steht die soziale Kompetenz der Berufsbildner/innen der Lehrbetriebe.

 

wir haben es geschafft - Stufe 3

 

Die Stufen

Beim Projekt handelt es sich um einen Prozess, in dem der Betrieb seine Kompetenz prüft, nachweist und nach Bedarf erweitert. Der Carrosseriebetrieb kann den Fahrplan und die Geschwindigkeit des Prozesses selber bestimmen und kontrollieren. Es ist Sache des Betriebes, ob er und für welche Stufe der Auszeichnung er sich bewirbt.

Bei der Selbsteinschätzung und bei der Sichtung durch den VSCI (für Stufe 1 und 2) oder durch die externe Assessmentstelle (Stufe 3) stehen diese Kriterien im Vordergrund:

- Ausrüstung - Rekrutierung - Aus- und Weiterbildung der Berufsbildner - Begleitung und Betreuung des Lernenden

 

Stufe 1

Der Einstieg soll für alle ausbildenden Carrosseriebetriebe grundsätzlich möglich sein. Deshalb entspricht die Stufe 1 dem Stand, den eine grosse Anzahl der ausbildenden Betriebe bereits heute mehr oder weniger aufweist.

Kriterienkatalog Stufe 1

Betriebsinfrastruktur - Die Mindesteinrichtung gemäss Bildungsordner ist eingehalten oder der Nachweis für den ergänzenden   Ausbildungsverbund ist erbracht.

Ressourcenbereitstellung und Know-How des Berufsbildners - Der Berufsbildner wird von der Betriebsleitung eingesetzt und erhält die zur Aufgabe nötigen   Ressourcen. - Der Berufsbildner sagt aktiv ja zu seiner Aufgabe und nimmt das Amt ernst.

Selektion von Lernenden - Es besteht ein schriftliches Anforderungsprofil an Lernende. - Es besteht ein Konzept und Programm für den Schnupperlehrgang. Am Ende der Schnupperlehre findet   ein Feedbackgespräch statt, dieses wird dokumentiert.

Begleitung und Betreuung während der Ausbildung - Ein Konzept und Programm zur Einführung des Lernenden am ersten Lerntag ist  vorhanden.   Ein Ausbildungsprogramm ist vorhanden und wird mind. halbjährlich gemeinsam kontrolliert. - Der Berufsbildner steht in kontinuierlichem Kontakt mit dem Lernenden. - Die Zielvereinbarungen werden im Bildungsbericht festgehalten, Massnahmen daraus begleitet, Ziele   und Wirkung überprüft (gegenseitig: auch in Bezug auf den Berufsbildner). - Der Bildungsbericht wird semesterweise ausgefüllt und gemeinsam besprochen. - EZF: Die ErfaNote ist korrekt und fristgerecht eingereicht.

 

Stufe 2

Der Berufsbildner hat den obligatorischen zweitägigen Einführungskurs besucht.  Er oder sie kennt das Optimierungspotenzial im Betrieb und geht es gezielt an.

 

Stufe 3

Antrag für das Label als "Top-Ausbildungsbetrieb Stufe 3" nach Selbsteinschätzung  durch den Betrieb und erfolgreichem Assessment durch eine verbandsunabhängige Stelle.